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nachts zwischen drei und fünf

Ist meine Antwort für wann ich die Dinge mache, für die ich eigentlich überhaupt keine Zeit habe. Ist auch tatsächlich nicht so verkehrt. Wenn ich abends mit den Kids einschlafe und nicht schon um zehn wieder aufwache, dann mit Sicherheit so gegen halb vier oder vier. Da bin ich dann so wach, dass ich genausogut aufstehen und ein bisschen was tun kann. Oder es passieren so skurrile Dinge wie heute, dass jemand um 3:37 Uhr bei uns klingelt. Ich hab dann kurz gebraucht, um aus dem Bett zu hüpfen und was zum Anziehn zu finden, und ich kann von hier oben die Haustür nicht sehen. Wusste also nicht, ob a) überhaupt noch jemand und b) wer da stand, und hab mich daher nicht getraut, runterzugehen und aufzumachen. Schätze die Wahrscheinlichkeit war eh auf Seiten irgendwelcher betrunkener Nachtvögel. Nur, vielleicht halt nicht. Dann würde ich aber einen Anruf oder ein zweites Klingeln erwarten. Hmmmm... Jedenfalls nutze ich diese Gelegenheit, um ein bisschen zu GIMPen – ich bin nämlich gerade mit der irrsinnigen Aufgabe beschäftigt, ein Bild mit sechs ineinander verhakten Zahnrädern freizustellen. Nein, fragt nicht. Fragt einfach nicht.

Mal noch was völlig anderes, weil ich es liebe und weil es jetzt wirklich fast fertig ist:
Shadowscapes Tarot

Tag für Tag für Tag          Kommentare (0)          6. August 2008

Whoppenif Street

So, das Praktikum habe ich gut überstanden, und ich habe eine Liste mit vier Themen, über die ich hier was schreiben will. Heute aber schreibe ich nur was über das letzte Wochenende (und dann werde ich mich dringenden Dingen zuwenden): Ich war nämlich von Freitag abend bis Sonntag mittag in Heidelberg, ohne meine Kinderlein (was für Pele ein Novum war, sie hat's aber gut vertragen) bei einem Feri-Workshop. Das war ein bisschen gedacht als Witchcamp-Ersatz, weil ich eben Peles wegen diesen Sommer schlecht eine Woche wegfahren kann (und jetzt mit der Baustelle geht das sowieso überhaupt nicht). Außerdem passte das Thema, wie das bei solchen Sachen so ist, wie ein Hormon zu seinem Rezeptor.

Also fuhr ich hin, in der Erwartung, nur zwei Leute dort zu kennen und dass sich alle anderen schon kennen und außerdem wesentlich fortgeschrittener Feri-interessiert sind als ich und überhaupt. Dann waren aber zu meiner freudigen Überraschung noch drei Leute da, die ich vom Loreley letztes Jahr kannte, und noch einige andere kamen so wie ich vom Reclaiming und waren eher Feri-Neulinge. Und die Leute waren cool, und ich hab eine Menge gelernt und erfahren, und mit Staunen heute die Auswirkungen wahrgenommen. %-) Red magic!

Allerdings kann ich von den wirklich interessanten Details nichts hier so richtig weitergeben. Dazu ist das Thema zu vielschichtig und zu leicht missverständlich. Und ja, auch nicht für alle Ohren was. Hm. Aber zum Thema Ohren: am Ende hat eine Teilnehmerin ein Lied gesungen, das war soooo schön, und jetzt gibt's das doch glatt von ihr auf CD. Ich hab ihr sofort eine abgeknöpft. Leider kann man genau dieses Lied (Faery Song) nicht online anhören, aber dafür viele andere. Wen's interessiert: Marie Geever, Moon Lovers.

Körper, Geist & Seele          Kommentare (0)          11. August 2008

Das heilige Orakel von MuMu

Ich glaube, es war am Dienstag letzter Woche. Meine kleine aber feine Praktikums-Arbeitsgruppe hatte beschlossen, in der Mittagspause mal nicht in die Mensa zu gehen, sondern dem Café Emanuel im Eingang der HNO-Klinik einen Besuch abzustatten, testhalber. Außerdem war das näher. Wir waren schon fast da, da fragte Moritz: "He Anna, kennst Du eigentlich schon das heilige Orakel von MuuMuu?" Dazu fiel mir spontan nur Yoga für Kühe ein, woraufhin mich Moritz am Café vorbei und zur Virologie gegenüber lotste. Und was ich da sah, verschlug mir wirklich die Sprache. Ich war einfach nur platt.

Bevor ich jetzt versuche, den Anblick in kümmerlichen Worten wiederzugeben, probiere ich es lieber mit kümmerlichen Fotos. Bitte der Reihe nach klicken: Foto 1 Foto 2 Foto 3 Foto 4 Foto 5

Wahnsinn, oder? Es ist etwa drei Meter hoch und in natura wirklich atemberaubend. Zwei Tage später, als ich die Fotos machte, hab ich dann auch die Plakette gefunden. Auf der steht "Chacan, Fernando de la Jara, 2001". Wikipedia gab etwas Auskunft über Fernando de la Jara, und Frau M. erinnerte sich auf meine Anfrage hin an einen großen Aufruhr, den es wohl damals um die Aufstellung dieses Marmorblocks gab. Ich sag da nur: am liebsten würde ich petitionieren, bis das Ding im alten botanischen Garten seinen richtigen Platz hätte. Mitten auf dem Gras, zwischen rauschenden Bäumen, und gut zugänglich in lauen Vollmondnächten.

Körper, Geist & Seele          Kommentare (0)          14. August 2008

in full flow

Whoppenif... Ich sag euch, ein kleiner Workshop und plötzlich kommen auch die größten Steine ins Rollen. Mein Leben rockt, total. Ich fühl mich dermaßen gut – ich hab heute spontan, d.h. ohne größere psychische Vorbereitungszeit, alleine mit Baby in einer fremden Küche für sieben Leute gekocht. Und es war lecker, und es hat mich mehr herausgefordert als gestresst (normalerweise gehört sowas zu meinen persönlichen Horrorszenarien, und das letzte Mal ging's auch eher schief), und was noch obendrauf kommt: In letzter Zeit war Pele nicht allzu oft wirklich windelfrei, weil ich mir's einfach nicht zugetraut hab auf der Baustelle. Andere Leute lenken mich zum einen ab und zum anderen setze ich mich dann unter Druck, was der Intuition ziemlich abträglich ist. Gestern hatte ich dann beschlossen, dass hier mehr Konsequenz her muss, nicht immer dieses halbherzige Rumgewindel.

Es ist nunmal so – wenn sie eine Windel anhat, fehlt mir einfach das sofortige Feedback, und vor allem kann ich faul sein und Ausreden finden ("och ich bin grad so schön am Arbeiten") und muss nicht ständig Aufmerksamkeit üben. Also hab ich heute vormittag zwei Sets frische Klamotten für Pele und mich sowie zwei weitere Tragetücher eingepackt und bin mit Baby ohne Windel los auf die Baustelle. Und was war? Ich hab sie bis heute abend insgesamt drei Mal abgehalten, und sie hat jedesmal gepinkelt. Also weder Ignoranz noch Pipiparanoia. Wie GEIL! :-D

Kinder | Körper, Geist & Seele          Kommentare (0)          15. August 2008

Keuchhusten?!

Wir husten gerade alle drei feste rum. Lara hat damit angefangen, Pele hat weitergemacht, und irgendwann hatte ich's dann auch. Das geht jetzt bestimmt schon zwei drei Wochen, und ich fand es dann schon komisch, einfach nur diesen Husten zu haben ohne Schnupfen, oder Fieber, oder irgendwas anderes noch dazu. Okay, Peles Nase läuft ziemlich, aber ich glaube, das liegt daran, dass sie den Schleim eben nicht abhusten kann.

Jedenfalls hatte Laras Freundin neulich Keuchhusten, das hatte ich dann schon so im Hinterkopf, und das gehört ja durchaus zu den Schreckgespenstern unter den Kinderkrankheiten. In unserem speziellen Fall hat's mir keine Sorgen gemacht, weil wirklich keine von uns irgendwas hatte außer diesen (zugegebenermaßen recht lästigen) Husten, der auch bei Pele nicht zu Atemnot oder dergleichen führte. Wirklich: wir husten alle drei einfach nur rum.

Auf Anraten von Frau M. hin war ich dann trotzdem am Montag mit den Kids beim Doc, der auch sagte: wenn's wirklich Keuchhusten ist, kann man da nicht viel machen. Da muss man durch. Na soweit war ich auch schon... Jedenfalls haben wir einen Nasenabstrich von Pele gemacht, und der ist, wie ich heute erfahren habe, positiv, sprich wir haben Keuchhusten. Also gut. Dann ist es halt so. Das einzige was mich daran echt stört, ist dass Pele nachts, wenn sie im Liegen husten muss, gerne mal eine meterweite Mageninhaltsfontäne quer übers ganze Bett spuckt (leider auch mehrmals pro Nacht, gnaaa). Ansonsten bin ich dafür, die Veranstaltung in "Röchelhusten" umzutaufen und nur Eltern mit ganz kleinen Beebies damit schalu zu machen.

Nachtrag: Soeben unterbrach mich Pele beim Schreiben mit dem Bedürfnis, sich zweimal per Projektilkotzen (projectile vomiting?) kräftig zu entleeren. Mir gehen die Pullis aus, verdammt. Und am schlimmsten ist eigentlich, dass sie gar nicht mehr richtig schreit, sondern nur noch so rummaunzt – ein Baby, das ordentlich schreien kann (wenn nötig), ist in der Regel fit. Ich habe aber auch den Eindruck, dass Pele wieder fröhlicher und auch etwas fitter ist, seit Lara wieder da ist, die war drei Tage und Nächte weg. Kann Zufall sein, aber es erscheint mir doch bemerkenswert. Vor allem nachts scheint es mir doch viel entspannter zu sein.

Kinder | Körper, Geist & Seele          Kommentare (0)          21. August 2008

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