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bedingungslos
"Ich liebe dich, aber nur wenn du mich auch liebst" – das funktioniert nicht. Liebe ist (wenn's Liebe ist) bedingungslos. Entweder ich liebe jemanden oder eben nicht, aber ich kann das nicht an eine Bedingung knüpfen. Es ist durchaus nicht egal, was die- oder derjenige macht, sprich meine Gefühle können sich natürlich im Laufe der Zeit verändern. Ich kann das aber nicht bestimmen, also kann ich es auch nicht abhängig von Bedingungen machen.
Handlungen kann man dagegen schon "nur wenn" machen. Ein paar von diesen Nurwenns sind selbstverständlich (hoffentlich!), zum Beispiel "nur wenn meine Grundrechte als Mensch jederzeit geachtet werden". Schwieriger wird es unter Umständen bei "nur wenn ich gerade Lust habe" – je nachdem worum's geht. Oder auch "nur wenn ich was dafür bekomme". Genau da wird's schnell kleinlich.
Worauf ich raus will: ich plädiere für ein bisschen mehr Bedingungslosigkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen, vor allem den engen. Ich meine: einfach mal geben, großzügig, und nicht nur das, was man gerade viel zu viel hat, sondern das, was der geliebte Mensch grad brauchen kann. Und dann nicht aufrechnen, wann für was wieviel zurückgekommen ist. Das funktioniert sowieso nicht. Sondern hinfühlen: stimmt das Gleichgewicht? Fehlt mir was? Fehlt der anderen was? Wo ist ein energetisches Loch? Ist es Zeit, das zur Sprache zu bringen?
Mein Kopf spielt Loreena McKennitt und mein Herz weint lange Tränen.
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