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Blut
Zwei Dinge bringen mich auf dieses Thema: erstens ist heute Blutmond. Das hat mich beim ersten Lesen etwas irritiert, weil ich fand, dass "Blut" irgendwie nicht in eine Reihe mit Begriffen wie "Gerste", "Hase", "Wolf", "Eiche" und wie die ganzen anderen Esbats heißen passt. (Jetzt denke ich anders.) Zweitens habe ich erst kürzlich wieder Heather Nova eindringlich singen hören 'it's the blood that ties' (aus 'Believe in Angels'). Und das ist tatsächlich so, aber mir ist in dem Moment aufgegangen, dass das auf zwei Arten sein kann. Das erste, was mir so zu "Blut" einfiel, war Schmerz, Vernichtung, Tod (speziell bei einem Lied vom 'The Crow'-Soundtrack, neh). Und da liegt schon der Fehler: wieso assoziiere ich Blut primär, wenn nicht oft sogar ausschließlich, mit dieser Seite der Magie? Wie hat mich das Patriarchat da verdreht?! Ich bin eine Frau! Jeden Monat blute ich und sterbe nie dran, ganz im Gegenteil. Es reinigt mich und macht mich neu, es enthält die fruchtbarsten, lebendigsten Zellen meines Körpers. Es gibt meinem Leben Rhythmus und Bedeutung.
Oder auch die Geburt meiner Tochter, das war eine ziemlich blutige Angelegenheit, aber das Blut war voller Leben. 'It's the blood that ties...' ja, wessen Blut? Welches Blut? Doch meines! Mein Lebensblut. Wie kann ich das vergessen? Oder übersehen?
In diesem Zusammenhang möchte ich noch meine wundervolle Mondtasse erwähnen, die ich jetzt seit einem Dreivierteljahr verwende. Die ist einfach klasse, ich möchte sie nicht mehr missen. Nie wieder Tampons! Und mit dieser Tasse habe ich auch einen ganz anderen Bezug zu meinem Mondblut, Lebensblut bekommen: völlig ekelfrei und voll Respekt und Freude über ein großes Geschenk. Oder wie es eine im diesjährigen We'Moon-Kalender sehr schön ausgedrückt hat: 'My blood is of infinite value.' Liebe Frauen, die ihr das jetzt vielleicht seltsam oder sogar abartig findet: holt euch so ein Tässchen, probiert es aus. Frau muss sich etwas dran gewöhnen, aber das ist es tausendfach wert.
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