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Das heilige Orakel von MuMu
Ich glaube, es war am Dienstag letzter Woche. Meine kleine aber feine Praktikums-Arbeitsgruppe hatte beschlossen, in der Mittagspause mal nicht in die Mensa zu gehen, sondern dem Café Emanuel im Eingang der HNO-Klinik einen Besuch abzustatten, testhalber. Außerdem war das näher. Wir waren schon fast da, da fragte Moritz: "He Anna, kennst Du eigentlich schon das heilige Orakel von MuuMuu?" Dazu fiel mir spontan nur Yoga für Kühe ein, woraufhin mich Moritz am Café vorbei und zur Virologie gegenüber lotste. Und was ich da sah, verschlug mir wirklich die Sprache. Ich war einfach nur platt.
Bevor ich jetzt versuche, den Anblick in kümmerlichen Worten wiederzugeben, probiere ich es lieber mit kümmerlichen Fotos. Bitte der Reihe nach klicken: Foto 1 Foto 2 Foto 3 Foto 4 Foto 5
Wahnsinn, oder? Es ist etwa drei Meter hoch und in natura wirklich atemberaubend. Zwei Tage später, als ich die Fotos machte, hab ich dann auch die Plakette gefunden. Auf der steht "Chacan, Fernando de la Jara, 2001". Wikipedia gab etwas Auskunft über Fernando de la Jara, und Frau M. erinnerte sich auf meine Anfrage hin an einen großen Aufruhr, den es wohl damals um die Aufstellung dieses Marmorblocks gab. Ich sag da nur: am liebsten würde ich petitionieren, bis das Ding im alten botanischen Garten seinen richtigen Platz hätte. Mitten auf dem Gras, zwischen rauschenden Bäumen, und gut zugänglich in lauen Vollmondnächten.
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