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Ein Zuhause!

Jetzt hat die Rennerei also endlich ein Ende. Mietvertrag unterschrieben, funktionierender Alltag für November (bis Ende Februar) gesichert. Und noch ein bisschen mehr als das: es ist tatsächlich ein Ort, an dem wir zuhause sein können (im Gegensatz zu dem besseren Studentenloch, in dem ich gerade diese Zeilen schreibe).

Gestern noch war ich tief enttäuscht von der Welt und kämpfte mit einer Mischung aus Depressionen, Bitterkeit und Existenzängsten, denn in ganz Tübingen wollte uns niemand haben. Explizit uns, denn das entscheidende Kriterium war fast immer Lara. WGs wollen keine Kleinkinder, nicht mal die alternativen. Wohnungen sind innerhalb von wenigen Stunden vergeben. Und gestern schließlich hörte ich in einer zauberhaften Wohnung zum Verlieben, dass man seit sechzehn Jahren ausschließlich an Einzelpersonen vermiete und damit immer gut gefahren sei. Aber wissen Sie, es ist nicht so, dass wir nicht kinderfreundlich sind.

Naja... und dann war ich durch seltsame Schicksalsfügungen im Haus Lichtenstein, hab lecker gegessen, mich gut unterhalten und mich sehr wohl gefühlt. Und gewusst, dass eine der anderen beiden den freien Platz bekommt. Und das war dann okay, was mich irgendwo erstaunt. Nach all dem Suchen und Fast-Verzweifeln eine kuschlige Gemeinschaft, die explizit Platz für Leute mit Kindern hat, und ich bin nicht traurig, weil sie nicht mich genommen haben? Schon komisch, aber so ist es. Ich versuch's nochmal, wenn das nächste Mal ein Platz frei wird, und vielleicht ist es erstmal ganz gut so. (Ich glaube ja daran, dass es immer so wird, wie es das Beste ist. In ein paar Wochen kann ich da vielleicht mehr dazu sagen.)

Ja, und nun haben wir eine hübsche 2-Zimmer-Wohnung in einem Haus mit vielen anderen Kindern, wo ich auch schon zwei drei Leute kenne, mit Garten, einer schicken, wohlausgestatteten Küche und luxuriös viel Platz. Von der Lage her nicht schön und auch nicht sehr geschickt, aber ich beschwere mich überhaupt nicht. Schließlich ist schon der Sechsundzwanzigste. :-)

Außerdem geht es mir jetzt sowas von gut – ich wusste ja, dass mich das Ganze stresst, aber ich habe immer noch solche Unmengen zu tun und auf die Reihe zu kriegen, dass ich erstaunt bin, wieviel wohler es mir jetzt wirklich ist. Bin mal gespannt, wie das dann im Januar/Februar mit der nächsten Wohnungssuche wird...

Tag für Tag für Tag          Kommentare (0)          26. Oktober 2006

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