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Pipimaus

Zwischenbericht: Auf manche Sachen kann man sich wirklich verlassen. Pipi nach dem Aufwachen, zehn bis zwanzig Minuten nach dem Stillen, und dann eventuell schon eine halbe bis dreiviertel Stunde später wieder – dann ist auch schon wieder Schlafzeit. Auf dieser Basis ist es ganz leicht, ein "Pipimaunzen", wie ich es nenne, als solches zu erkennen. Wenn ich gerade nicht in der Nähe bin, ruft Pele richtiggehend nach mir. Außerdem lacht sie oft beim Abhalten. Macht Spaß, das Ganze.

Kinder          Kommentare (0)          7. Februar 2008

Hilfsmittel

Wenn Pele müde ist und quäkt, gibt es einen ganz tollen Trick: man setze sich mit ihr auf einen Gymnastikball und hoppele gleichmäßig auf und ab. Das funktioniert sogar, wenn sie schon eher schreit – kräftiger hoppeln, bis sie weniger schreit, zärtlich weiterhoppeln und schwupps, schläft die Maus.

Was allerdings nicht funktioniert: einfach das schreiende Baby schnappen, auf den Ball draufplumpsen und loshoppeln. Das wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar eher dazu bringen, mal die volle Bandbreite und Aussdrucksstärke ihrer kräftigen Säuglingsstimme auszutesten. Denn, das ist eigentlich ganz klar, das Hoppeln ist nur ein Hilfsmittel. Was sie wirklich braucht, ist jemand, die ihr vermittelt "ich hab dich gehört und verstanden, du bist müde und willst deine Ruhe". Und wenn ich das verstanden habe, dann werde ich sie nicht einfach schnappen und Aktionen starten, sondern sie ruhig an mich drücken, ein möglichst ruhiges Umfeld aufsuchen und die Klappe halten oder ganz ruhig reden. Und weil das mit dem ruhigen Umfeld dank Lara nicht immer ganz einfach machbar ist, hilft dann bestimmtes, aber ruhiges Hoppeln auf dem Ball. Aber es ist nur ein Hilfsmittel.

Übrigens, liebe männliche (und vielleicht auch ein paar weibliche?) Mitlesende: mit dem Sex ist das genau das gleiche. Bei euch mag das unter Umständen anders sein (das kapier ich immer noch nicht so ganz), aber ich für meinen Teil stehe überhaupt nicht auf handbuchgetreu durchgeführte Bewegungen, gleich welcher Art. (Bestenfalls werde ich einschlafen.) Es sind nur Hilfsmittel...

Kinder | Körper, Geist & Seele          Kommentare (0)          21. Februar 2008

nicht alleine sein

Oh Göttin, ist das anstrengend. Ich hab gerade zwei Kinder ins Bett gebracht – was die meisten Abende eigentlich gut bis super klappt (manchmal will Pele noch nicht so richtig schlafen, das ist aber okay), aber heute war wieder einer dieser Tage, wo meine Geduld und mein Verständnis schwerstens auf die Probe gestellt wurden.

Die Sache ist halt die: Jetzt wo Pele da ist, braucht sie mich quasi ständig. (Normal, ne.) Und Lara steckt das die meiste Zeit sehr gut weg, wie ich finde, ist sehr selbständig und nie garstig zu ihrer kleinen Schwester oder sonstwie eifersüchtig. Aber wenn sie übermüdet ist, so wie heute, oder sonstwie nicht gut drauf, dann kriegt sie solche Ich-will-nicht-alleine-sein-Anfälle. Und besteht zum Beispiel darauf (quietschheulend), sich im Bett an meinen Rücken zu kuscheln, während ich auf der anderen Seite Pele stille. Das ist aber nunmal einfach sehr unbequem und geht nicht wirklich länger als ein paar Minuten, was unweigerlich zu Weinkrämpfen laraseits führt. Das finde ich furchtbar, furchtbar anstrengend. Aber: Ich kann es verstehen. Ich bin nunmal fast allein mit den beiden Kids, und ich bin oft nicht oder nicht voll und ganz für Lara da. Wer fängt das auf? Wer nimmt meinen Platz ein? Niemand, und das ist das Problem. Ihr Papa lässt keinen halben Buchstaben von sich blicken, ihre geliebte Tati wohnt zu weit weg, und auch die Omas und Opas sind nur am Wochenende wirklich verfügbar. So im Alltag ist da nur noch Frau M., die aber auch arbeiten geht und noch andere Sorgen hat. Da kann ich niemandem einen Vorwurf machen, schon gar nicht Lara, und so gibt es halt alle paar Tage solche Szenen, für die niemand was kann, die mich aber so viel Nerven kosten. Mein alter Seufzer: Großfamilie oder Lebensgemeinschaft. Was anderes hilft da nicht.

Kinder | Tag für Tag für Tag          Kommentare (0)          25. Februar 2008

Haare ab

... mal wieder. Ich hab das ja regelmäßig alle paar Jahre. Der Gedanke kommt irgendwann, dann muss er sich eine geraume Zeitlang halten und schließlich durchsetzen, das dauert in der Regel ein paar Wochen bis Monate. Und sonst geh ich dann zu meiner Schwester und sage, bitte einmal Vollrasur... aber diesmal habe ich mir einen Langhaarschneider gekauft, alles selbst gemacht und ein paar Haare drangelassen. Ein Experiment, mit dessen Ergebnis ich im Moment rundum zufrieden bin. Ich finde mich viel mehr ich mit der neuen Frisur.

Erfreulicherweise hat keines meiner beiden Kinder einen Riesenschreck bekommen. Gut, bei Pele hätte ich das nicht erwartet – Lara mit fünf Monaten hat die Länge meiner Haare damals auch nicht interessiert – aber bei Lara war ich mir nicht sicher, was sie zur plötzlichen Radikalverkürzung von etwa zwei Dritteln meiner Haare sagen würde. Aber ich bin immer noch die Mama, und meine Haare sind für sie nicht weiter spannend. Ich habe heute lernen dürfen, dass ich wiederum diese totale Unbekümmertheit nicht ganz so besitze – sie hat nämlich heute mit einer Freundin Friseur gespielt. Schnipp, da war eine deutlich sichtbare Menge Haare deutlich sichtbar kürzer...

Aber was soll ich dagegen sagen? Sie wachsen nach, sowieso sind es ihre, und ändern kann ich's jetzt auch nicht mehr. %-)

Kinder | Körper, Geist & Seele          Kommentare (0)          26. Februar 2008

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