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Konsens und Ratio
Ein dickes Thema grad in meinem Leben: Welchen Platz kann mein rationales Denken bei der Entscheidungsfindung sinnvollerweise haben? (Also hm, naja, verwandt mit einem dicken Thema in meinem Leben. Will sagen, ich weiß absolut und schon lange, wo bei mir die Ratio ihren Platz hat, aber ich wollt's mal darlegen.) Wenn ich mich da mal so im Ganzen betrachte, stelle ich fest, dass ich aus sehr viel mehr bestehe aus meinem meistens klugen Kopf. Da könnte ich jetzt sagen, hm, der Kopf ist meistens klug und das Potential wär auch sicher ausbaufähig, der kann Argumente abwägen und so, also soll der entscheiden. Machen ja viele andere Leute auch so.
Aber: Ich bin wie gesagt wesentlich mehr als mein Kopf, und ich bin prinzipiell dagegen, beteiligte Personen bzw. in meinem Fall Personenteile außen vor zu lassen. So wie alle Menschen in einer Gruppe eine relevante Meinung haben, wenn sie die Interessen der Gruppe im Auge behalten können, so haben selbstverständlich alle Teile von mir etwas beizutragen, wenn es darum geht, etwas zu entscheiden, was mich betrifft. Konsensprinzip wär da so'n Stichwort.
Ich entscheide also nicht nach logischen Argumenten, sondern ich hör mir die an und kau ein bisschen drauf rum, schick sie einmal durch sämtliche Instanzen zusammen mit der Entscheidungsfrage, und irgendwann gelange ich zu so einem "Das ist mein Weg"-Gefühl. Da geh ich dann weiter, egal ob's mit dem Kopf betrachtet Sinn macht oder nicht. Letzten Endes ist mein Ziel ja immer, zufrieden zu sein. Und das geht nicht nur mit dem Kopf, denn der ist nicht fähig, zufrieden zu sein – ist ja schließlich ein Gefühl. Ich bin damit auch noch nie grundsätzlich auf die Schnauze gefallen, allerdings gebe ich zu, dass es ein zwei Mal eine gute Idee gewesen wäre, den Kopf ein bisschen mehr arbeiten zu lassen.
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