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Mama, Mama
Ich kann's ihr echt nicht verdenken, aber anstrengend ist es trotzdem. Nachdem wir ja zur Zeit in einer großen dicken langen Übergangsphase stecken, hängt sich Lara an die momentan einzige für sie erkennbare Konstante: mich. Den "Kindi" zum Beispiel mag sie sehr gerne, aber ich kann sie noch nicht alleine dort lassen, nach drei Besuchen. So kenne ich sie echt nicht. Naja, vielleicht kann ich das heute mal für zweieinhalb Stunden probieren, Zoologie würde ich ungern verpassen.
Und jetzt mag ich noch ein klein bisschen jammern: es betrübt mich, wieviele WGs grundsätzlich keine kleinen Kinder haben wollen, ohne diese zu kennen. Ich hab schon überlegt, was ich gerne hätte (und sofort machen würde, wenn ich damit nicht so allein auf weiter Flur stünde), ist eine Nachhaltigkeits-WG. Wo Kinder ein POSITIVES Auswahlkriterium wären, Nichtrauchen selbstverständlich, und Umweltbewusstsein auch. Das wär doch was. Ich kann das schon richtig vor mir sehen: ein Haufen netter Leute in einem kleinen Häuschen mit Garten, jede streicht ihr Zimmer, wie sie lustig ist, das ganze Haus ist ziemlich bunt, und einmal wöchentlich gibt's eine abendliche Diskussionsrunde mit viel Tee. Hat da denn überhaupt gar niemand außer mir Lust drauf??
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