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zwischendurch
Hab immer noch kein Internet zuhause, deswegen schreib ich auch nix, obwohl mir viel einfallen tät. Aber baaaald – hatte heute eine supernette Begegnung mit der Inhaberin eines WLANs mit Reichweite in mein Arbeitszimmer. Juhu! Des weiteren eine mindestens ebenso nette und erfreuliche Mail von einer lieben Menschin aus alten, alten Zeiten. Und Lara kommt heute abend aus Mallorca zurück. Alles in allem: ein wunderschöner Tag.
Internet! Internet! INTERNET!!
Ich fasse es nicht. Es ist zu schön um wahr zu sein... nach knapp zwei Stunden Gebastel (und wesentlich mehr Vorarbeit) mit alten Disketten, von netten Kommilitoninnen geliehenen USB-Sticks und einer wirklich guten PDF-Anleitung hab ich jetzt einen Netzzugang an der Uni mit meinem Läppie. Ja wie genial ist denn das?!? Und wieso, zum Teufel, hab ich das letzte Woche so absolut nicht hinbekommen?
Jetzt werd ich erstmal mailen... und surfen... und Vorlesungsfolien runterladen... und ähm, auf keinen Fall die Zeit verpennen, ich muss nämlich noch nach Hause, bevor ich Lara vom Kindi abhole. Ah, da schreib ich gleich auch noch kurz was.
Lara wieder da
Nach elf Tagen Mallorca ist Lara seit Montag nacht wieder da. Um halb elf hab ich Teile meiner Großfamilie vom Flughafen abgeholt, nach Stuttgart und Nürtingen gebracht und bin dann mit Kind nach Tübingen, wo wir so gegen Mitternacht aufschlugen. Lara hat sich sehr gefreut mich zu sehen, hat 'ne Menge Quark erzählt und ist im Auto nach zehn Minuten Quasseln (falls überhaupt so lange) quasi von hundert auf null – flupp – eingeschlafen.
Als ich sie zuhause aus dem Autositz genommen habe, ist sie natürlich wieder aufgewacht, obwohl sie sonst wirklich alles verschläft :-) aber das war ganz gut, da hat sie ein bisschen die Wohnung angeguckt, wir konnten die patschnasse Windel noch ausziehen, und wir sind dann auch ratzfatz beide eingepennt.
Ja, und Dienstag morgen hatte ich meine Vorlesungen in weiser Voraussicht schon gar nicht eingeplant, und im Kindergarten auch Bescheid gesagt, dass wir sicher erst Mittwoch kämen. Da ist sie doch als allererstes aufs Töpfchen gegangen – selber. Das hat in Mallorca anscheinend sehr gut funktioniert, bis jetzt ließ sich das auch durchaus übernehmen. Und sonst haben wir die Wohnung angeguckt und den Spielplatz hinterm Haus, und sie hat ihre Schere wiederentdeckt und die Air Berlin-Buntstifte ausgepackt, ich hab's in dem ganzen Durcheinander sogar geschafft, das Allermeiste von ihren Sachen auszupacken und aufzuräumen... Und irgendwann wirft sie sich in meine Arme und drückt mich ganz fest, Kopf an eine Seite geschmiegt, guckt mich nach einer Weile an und sagt "nochmal" und drückt den Kopf an die andere Seite... Das war sehr schmusig, sehr lieb und sehr schön. Minutenlang so gedrückt zu werden, ganz ohne Worte (außer mehrfachem "nochmal").
Kurz zusammengefasst kann ich sagen, dass Lara die lange Trennung viel lockerer genommen hat als ich, sich ganz zuhause fühlt in der neuen Wohnung, und als ich sie heute in den Kindi gebracht habe, war der Abschied wieder wie gewohnt: theaterfrei ein kurzes Tschüs, und nicht mal ein Küsschen. Uff.
Abschied 3: Novembernächte
19.11.2006
Mit Samhain hat's angefangen. Eine zauberhafte Nacht voller Wind und Sehnsucht und Ahnung, ich habe abends noch ein Mobile aufgehängt, bin gereist, viel Auto gefahren und habe am nächsten Tag meinen Schlüssel von Neckarhausen abgegeben. Seitdem verbringe ich die meisten Abende damit, unruhig durch die Wohnung zu geistern, während Lara schon schläft, und ich spüre diese dunklen Tage wie nie zuvor. Abschied, Altes gehenlassen, aufgeben. Und wie nie zuvor warte ich auf Jul, auf die Sonnwende, oder vielleicht wartet sie auch auf mich.
Die Tränen verstecken sich irgendwo, manchmal kommen ein paar raus. Manche Wunden bluten nicht und tun ganz leise weh, aber anhaltend.
Geld-Energie-Korrelation
Ich hab das schon des öfteren überlegt, aber zur Zeit fällt es mir ganz extrem auf: Es scheint zumindest bei mir eine deutliche Beziehung zwischen vorhandener Energie und vorhandenem Geld zu geben, und zwar zeitlich versetzt. Ich kann sagen, ein Mangel oder ein Überfluss an Energie zieht mit etwas Abstand einen entsprechenden Mangel oder Überfluss an Geld nach sich.
Zum Beispiel 2003 bis Anfang 2005. Da hatte ich jede Menge Energie, habe mich oft gefühlt, als könnte ich Bäume ausreißen und die Welt aus den Angeln heben. Entsprechend hatte ich gegen Ende 2004 bis gegen Anfang 2006 zu jedem Monatsende mehr Geld auf dem Konto als zu Anfang, und ich habe gewiss nicht gespart. 2005 ging's mit der Energie exponentiell bergab, bis ich so im letzten Sommer den Tiefpunkt meines Lebens erreichte, und im Laufe dieses Jahres zog dann langsam aber sicher das Geld nach, so dass ich jetzt täglich mehrere Pleitegeier über mir kreisen sehe. (ARGH.) Meine Energie manifestiert sich quasi direkt in meinen Finanzen.
Deswegen stresst mich die momentane Lage aber schon wieder nicht so – energetisch geht es mir nämlich schon wieder viel besser, und ich hoffe und denke, dass sich das auch mit entsprechender Geschwindigkeit auswirken wird. Hat noch jemand ähnliche Beobachtungen gemacht?
PS: Habe endlich, endlich wieder Internet zuhause, d.h. die nächsten Tage werde ich hier vermutlich eine gewaltige Gedankenflut ausbreiten und neue Infos megabyteweise hochstellen. ;-)
Flow
Entsprechend dem, was ich in meinem gestrigen Post geschrieben habe, kam mir Kunde von einer ganz unerwarteten Einnahmequelle zu Ohren. Woraufhin ich heute das Sozialamt aufsuchte, wo ich komplett falsch war, aber: genau gegenüber ist das Büro von TÜaktiv, wo ich schonmal im Vorbeilaufen dachte, das müsste doch was für mich sein. Ist es auch, ich hab gerade schon in der Marktzeitung vom Tauschring gestöbert und hab jetzt richtig Lust mitzumachen.
Sehr schön war auch der Besuch im Bürgeramt, nicht nur weil die dort sehr nett sind, sondern auch, weil ich von einem Aufkleber "nette Toilette" mit Wickeltisch und behindertenfreundlich begrüßt wurde. Außerdem wird dort Recyclingpapier verwendet, und es gibt eine Sammelstelle für alte CDs. Find ich echt gut.