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Luisa Francia: Starke Medizin

TitelbildDas war das zweite Buch, das ich so im Bus in Intervallen recht schnell durchhatte – ist auch leicht zu lesen, mit sehr schwungvoller Schreibe. Ich werde noch viel von Luisa Francia lesen, soviel ist schonmal klar :-D aber dieses Buch ist wirklich auch ein echtes Grundlagenbuch zum Thema Körper und Gesundheit. Das Wichtigste ist eigentlich, dass sie auf schonungsloser Ehrlichkeit mit sich selbst besteht, und darauf, dass jedeR die Verantwortung für die eigene Behandlung und Heilung selbst übernehmen muss. Kompromisslos.

Im Prinzip ist das Buch eine Sammlung von Gedanken zu verschiedenen Themen – Dicksein, Tod, Männer, Schönheit, Krankenhäuser, Wechseljahre, Viren und noch so einiges – vor dem Grundgedanken, dass Heilung in dir ist und in dir möglich ist, auf deine ganz eigene Weise, wenn du bereit bist, sie dir zu ermöglichen. Das ist natürlich wesentlich schwieriger als Pillen schlucken und jammern. Aber da musst du dich halt entscheiden. Sehr schön finde ich ihre Heilzauber und Heiltrancen und ganz besonders die Idee der spirituellen ersten Hilfe. In letzterer werde ich mich definitiv üben, und ich werde auch, verflixt nochmal, endlich einen Wiederholungskurs in physischer erster Hilfe machen. Sehr radikales, sehr empfehlenswertes Buch.

Anfang des Kapitels "Verrückt hysterisch irrational: Weiblichkeit als Krankengeschichte":
"Ich werde nie den Augenblick vergessen, als in den eleganten Räumen der Chefetage des WDR-Fernsehspiels das Wort Menstruation fiel. Margarethe von Trotta und ich saßen irgendwann 1976 dort, um Geld für unser erstes gemeinsames Drehbuch aufzutreiben. Ich weiß nicht mehr, in welchem Zusammenhang das Wort fiel. Es war gar nicht wichtig, irgendwie gehörte es halt organisch zum angesprochenen Thema. Aber die Wirkung hätte nicht umwerfender sein können, wenn eine von uns in die Ecke geschissen hätte."

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