Gedanken
in full flow
Whoppenif... Ich sag euch, ein kleiner Workshop und plötzlich kommen auch die größten Steine ins Rollen. Mein Leben rockt, total. Ich fühl mich dermaßen gut – ich hab heute spontan, d.h. ohne größere psychische Vorbereitungszeit, alleine mit Baby in einer fremden Küche für sieben Leute gekocht. Und es war lecker, und es hat mich mehr herausgefordert als gestresst (normalerweise gehört sowas zu meinen persönlichen Horrorszenarien, und das letzte Mal ging's auch eher schief), und was noch obendrauf kommt: In letzter Zeit war Pele nicht allzu oft wirklich windelfrei, weil ich mir's einfach nicht zugetraut hab auf der Baustelle. Andere Leute lenken mich zum einen ab und zum anderen setze ich mich dann unter Druck, was der Intuition ziemlich abträglich ist. Gestern hatte ich dann beschlossen, dass hier mehr Konsequenz her muss, nicht immer dieses halbherzige Rumgewindel.
Es ist nunmal so – wenn sie eine Windel anhat, fehlt mir einfach das sofortige Feedback, und vor allem kann ich faul sein und Ausreden finden ("och ich bin grad so schön am Arbeiten") und muss nicht ständig Aufmerksamkeit üben. Also hab ich heute vormittag zwei Sets frische Klamotten für Pele und mich sowie zwei weitere Tragetücher eingepackt und bin mit Baby ohne Windel los auf die Baustelle. Und was war? Ich hab sie bis heute abend insgesamt drei Mal abgehalten, und sie hat jedesmal gepinkelt. Also weder Ignoranz noch Pipiparanoia. Wie GEIL! :-D
Das heilige Orakel von MuMu
Ich glaube, es war am Dienstag letzter Woche. Meine kleine aber feine Praktikums-Arbeitsgruppe hatte beschlossen, in der Mittagspause mal nicht in die Mensa zu gehen, sondern dem Café Emanuel im Eingang der HNO-Klinik einen Besuch abzustatten, testhalber. Außerdem war das näher. Wir waren schon fast da, da fragte Moritz: "He Anna, kennst Du eigentlich schon das heilige Orakel von MuuMuu?" Dazu fiel mir spontan nur Yoga für Kühe ein, woraufhin mich Moritz am Café vorbei und zur Virologie gegenüber lotste. Und was ich da sah, verschlug mir wirklich die Sprache. Ich war einfach nur platt.
Bevor ich jetzt versuche, den Anblick in kümmerlichen Worten wiederzugeben, probiere ich es lieber mit kümmerlichen Fotos. Bitte der Reihe nach klicken: Foto 1 Foto 2 Foto 3 Foto 4 Foto 5
Wahnsinn, oder? Es ist etwa drei Meter hoch und in natura wirklich atemberaubend. Zwei Tage später, als ich die Fotos machte, hab ich dann auch die Plakette gefunden. Auf der steht "Chacan, Fernando de la Jara, 2001". Wikipedia gab etwas Auskunft über Fernando de la Jara, und Frau M. erinnerte sich auf meine Anfrage hin an einen großen Aufruhr, den es wohl damals um die Aufstellung dieses Marmorblocks gab. Ich sag da nur: am liebsten würde ich petitionieren, bis das Ding im alten botanischen Garten seinen richtigen Platz hätte. Mitten auf dem Gras, zwischen rauschenden Bäumen, und gut zugänglich in lauen Vollmondnächten.
Whoppenif Street
So, das Praktikum habe ich gut überstanden, und ich habe eine Liste mit vier Themen, über die ich hier was schreiben will. Heute aber schreibe ich nur was über das letzte Wochenende (und dann werde ich mich dringenden Dingen zuwenden): Ich war nämlich von Freitag abend bis Sonntag mittag in Heidelberg, ohne meine Kinderlein (was für Pele ein Novum war, sie hat's aber gut vertragen) bei einem Feri-Workshop. Das war ein bisschen gedacht als Witchcamp-Ersatz, weil ich eben Peles wegen diesen Sommer schlecht eine Woche wegfahren kann (und jetzt mit der Baustelle geht das sowieso überhaupt nicht). Außerdem passte das Thema, wie das bei solchen Sachen so ist, wie ein Hormon zu seinem Rezeptor.
Also fuhr ich hin, in der Erwartung, nur zwei Leute dort zu kennen und dass sich alle anderen schon kennen und außerdem wesentlich fortgeschrittener Feri-interessiert sind als ich und überhaupt. Dann waren aber zu meiner freudigen Überraschung noch drei Leute da, die ich vom Loreley letztes Jahr kannte, und noch einige andere kamen so wie ich vom Reclaiming und waren eher Feri-Neulinge. Und die Leute waren cool, und ich hab eine Menge gelernt und erfahren, und mit Staunen heute die Auswirkungen wahrgenommen. %-) Red magic!
Allerdings kann ich von den wirklich interessanten Details nichts hier so richtig weitergeben. Dazu ist das Thema zu vielschichtig und zu leicht missverständlich. Und ja, auch nicht für alle Ohren was. Hm. Aber zum Thema Ohren: am Ende hat eine Teilnehmerin ein Lied gesungen, das war soooo schön, und jetzt gibt's das doch glatt von ihr auf CD. Ich hab ihr sofort eine abgeknöpft. Leider kann man genau dieses Lied (Faery Song) nicht online anhören, aber dafür viele andere. Wen's interessiert: Marie Geever, Moon Lovers.
nachts zwischen drei und fünf
Ist meine Antwort für wann ich die Dinge mache, für die ich eigentlich überhaupt keine Zeit habe. Ist auch tatsächlich nicht so verkehrt. Wenn ich abends mit den Kids einschlafe und nicht schon um zehn wieder aufwache, dann mit Sicherheit so gegen halb vier oder vier. Da bin ich dann so wach, dass ich genausogut aufstehen und ein bisschen was tun kann. Oder es passieren so skurrile Dinge wie heute, dass jemand um 3:37 Uhr bei uns klingelt. Ich hab dann kurz gebraucht, um aus dem Bett zu hüpfen und was zum Anziehn zu finden, und ich kann von hier oben die Haustür nicht sehen. Wusste also nicht, ob a) überhaupt noch jemand und b) wer da stand, und hab mich daher nicht getraut, runterzugehen und aufzumachen. Schätze die Wahrscheinlichkeit war eh auf Seiten irgendwelcher betrunkener Nachtvögel. Nur, vielleicht halt nicht. Dann würde ich aber einen Anruf oder ein zweites Klingeln erwarten. Hmmmm... Jedenfalls nutze ich diese Gelegenheit, um ein bisschen zu GIMPen – ich bin nämlich gerade mit der irrsinnigen Aufgabe beschäftigt, ein Bild mit sechs ineinander verhakten Zahnrädern freizustellen. Nein, fragt nicht. Fragt einfach nicht.
Mal noch was völlig anderes, weil ich es liebe und weil es jetzt wirklich fast fertig ist: