Gedanken

Schreikrampf: vier Jahre danach

Fast vier Jahre ist es her, dass Lara diese nächtlichen Schreikrämpfe hatte, die mir damals wirklich Sorgen machten. Ich weiß noch gut, wie das war, und ich habe neulich entdeckt, dass schon mehr als einmal jemand nach Schreikrämpfen gegoogelt hat und so auf meinem alten Blogeintrag gelandet ist. Deswegen will ich nun endlich einen Nachtrag schreiben, denn jetzt sind vier Jahre vergangen, und ich bin ein Kind klüger.

Nach Dublin und diesem Sommer hatte Lara das quasi nicht mehr. Oder ich würde eher sagen, dass sich die Schreikrämpfe weiterentwickelt haben: was dann kam, war, dass sie nachts aufwachte, aber eben auch wieder nicht richtig, unansprechbar blieb und vor sich hin schluchzte. Ich habe dann recht schnell (sie trug dann nämlich keine Windeln mehr) herausgefunden, dass sie da dringend aufs Klo musste. Und mit Peles Windelersatzkommunikation habe ich gelernt, dass Kinder aufwachen, wenn sie pinkeln müssen – wenn auch unter Umständen nur halb. Im Tiefschlaf, soviel ist sicher und physiologisch geklärt, pinkelt kein Mensch. Auch kein Baby.

Ich habe sie dann einfach schluchzend aufs Klo getragen und anschließend schluchzend wieder zurück, was sie widerstandslos mit sich machen ließ, und danach ist sie immer sofort ins Bett gekrabbelt – schluchzend – und innerhalb weniger Sekunden wieder eingeschlafen. Am nächsten Morgen wusste sie nichts mehr davon.

Was ich nicht so ganz erklären kann, ist, warum sie so in diesem halbwachen Zwischenzustand "hängenblieb" und nicht richtig wach wurde. Ich habe das letztes Jahr im Sommer nochmal ganz krass erlebt, wo sie ja immerhin schon fünf Jahre alt und ein riesengroßes Kind war: da gab es auch wieder einige Nächte, wo sie plötzlich herzzereißend schluchzend im Bett saß, vor und zurück wippte, und absolut nicht ansprechbar war. Hab sie dann wieder aufs Klo getragen, selbe Geschichte wie vormals, sofort wieder eingeschlafen. Und jetzt im Rückblick würde ich sagen, dass all diese Vorfälle in eine Zeit fielen, die für Lara schwierig war. Da brauche ich nur mal meine sonstigen Blogeinträge vom Sommer 2006 lesen: totale Umbruchphase. Und letztes Jahr im Sommer war Peles Papa für fünf Wochen bei uns, was hieß, dass Lara nicht mehr nach Belieben neben mir schlafen konnte. Solche Sachen.

Zusammengefasst: Es war im Rückblick nichts Schlimmes, aber ich glaube, es hätte garstig werden können, wenn die Situation nicht jeweils besser geworden wäre für Lara. Aber das ist natürlich nur Spekulation von mir. Trotzdem, wenn das hier mal verzweifelte Eltern lesen sollten: Kopf hoch!

Kinder | Körper, Geist & Seele          Kommentare (0)          8. Februar 2010

Netzhexe!

Ich hab's ja schonmal kurz erwähnt: Ich habe mein Studium an den Nagel gehängt und bin nun freiberufliche Webdesignerin. Das ist, kurz gesagt, absolut fantastisch und macht mir riesigen Spaß, hält mich aber natürlich auch ordentlich auf Trab. (Ein Frauenarzt hat vor Jahren zu mir gesagt, ich bräuchte das.)

Jedenfalls hab ich es zwischen all den neuen Projekten nun endlich geschafft, meine eigene geschäftliche Internetseite online zu stellen! Tadaa, wir präsentieren Ihnen: www.netzhexe.de. Das ist, oder beinhaltet, auch ein Blog, das allerdings regelmäßig mit neuem Inhalt versorgt wird. Bitte jetzt nicht lachen! ;-)

Damit wird nun meine bisherige Webseitenliste bei den Projekten hier redundant und somit gestrichen. In Zukunft dürft ihr bei meinen Referenzen gucken.

Arbeit, Zeit & Geld | Tag für Tag für Tag          Kommentare (0)          28. Januar 2010

oh, WoW – oh weh, oh weh

Ja, man muss sich fürs Bloggen Zeit nehmen, wie für so vieles. Ich weiß das gut. Wider besseren Wissens, könnte man also sagen, habe ich mir einen neuen und (wenn man ihn lässt) richtig dicken Zeitfresser angeschafft: nämlich das hinreichend bekannte Massively Multiplayer Online Role-Playing Game World of Warcraft.

Ich hatte mich geraume Zeit dagegen gesträubt, aber S. hat mich trickreich angefixt, und als sich dann herausstellte, dass sich das Spielchen doch recht gut und schnell auf meinem Linuxrechner zum Laufen bringen ließ, hatte ich verloren. Seufz. Da sitze ich nun mit meinen zwei putzigen kleinen Charaktere, einen zum Alleinespielen und einen zur Beziehungspflege mit Obengenanntem (ist das nicht eine wundervolle Ausrede für stundenlanges Zocken?)...

Aber: Ich habe mir Regeln gemacht, und ich halte mich dran. Vormittags zum Beispiel ARBEITE ich. Egal was kommt. Vormittags wird nicht gespielt, punktum. Selten habe ich so mit meinem inneren Schweinehund kämpfen müssen (und wollen!) wie jetzt mit diesem zeitfressenden, suchterzeugenden WoW, und ich stelle fest, dass mir das guttut. Und es gibt tatsächlich noch ein paar andere Dinge, die ich vom Zocken lernen kann; allerdings erfordern die aufgrund ihres Erläuterungsbedarfs eigene Blogeinträge, beizeiten. Versprochen, ich schreib jetzt wieder öfter was.

Körper, Geist & Seele | Tag für Tag für Tag          Kommentare (0)          19. Januar 2010

Ämterrockingtag

Wer mich kennt, weiß dass ich keine Drogen nehme (nicht mal Kaffee), das aber auch überhaupt nicht nötig habe. Ich kann problemlos allein schon von einem erfolgreichen Arbeitstag high werden – ganz zu schweigen davon, wie betrunken mich laue Sommernächte machen.

So wie heute! Die Hegel sieht mich mit Siegesrufen durch den ersten Stock hüpfen! Ich rocke heute alle Ämter, jawoll! JobCenter, eine Mail geschrieben, ein Telefonat geführt, damit wären die fünfunddreißig Seiten Brief beantwortet! Finanzamt, Formulare abgegriffen, Umsatzsteuervoranmeldung für Dezember abgegeben, fertig die Kiste! Bundeszentralamt für Steuern, einmal anrufen, Zahlendreher entdecken, Umsatzsteueridentifikationsnummer beantragt! Woah. Jetzt fühl ich mich guuuuuuut. :-D

Hm, und morgen mach ich dann vielleicht mal wieder einen Blogrockingtag? Hier ist es so leer, und mein Kopf ist so voll...

Körper, Geist & Seele | Tag für Tag für Tag          Kommentare (0)          11. Januar 2010

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