Körper, Geist & Seele

Achtsamkeit

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Wie meistens kommen gerade einige Dinge zusammen, und aus all dem entwickelt sich bei mir ein immer stärker werdender Wunsch nach mehr Achtsamtkeit. Bei mir, bei anderen, bei allem. Was heißt Achtsamtkeit? Was bedeutet es, achtsam zu sein?

Es heißt
ruhig werden
zuhören
wahrnehmen
erkennen
und
begrüßen
annehmen
Sorge tragen
Verantwortung übernehmen.

Dorothea Brandt und Lars Hendrickson: Zahngesund

Das Schlimmste vorweg: Es ist wirklich ein eher polemisch geschriebenes Buch. Im Ton schwingt so eine beständige unterschwellige Empörung mit, was sich nicht gut mit der sachlichen Präsentation von Fakten verträgt. Allerdings sollte man immer im Kopf behalten, dass auch Leute, die sich mit der Darstellung ihrer Erkenntnisse irgendwie verlupfen, durchaus recht haben und kluge Entdeckungen machen können. Und: Wenn ich mir die präsentierten Fakten so anschaue, kann ich diese mitschwingende Empörung sehr gut nachvollziehen.

Weltschmerz bei Dreijährigen

Ins Bett gehen meine Kinder ja nicht so gerne. Die kommen da ziemlich nach mir. Wenn wir’s dann endlich mit Zähneputzen undsoweiter geschafft haben und im Bett liegen (Pele bei mir unten und Lara im Hochbett oben), machen sie entweder noch ewig Quatsch, oder vor allem Lara fallen dann alle interessanten Fragen ein. Wie wird eigentlich Plastik hergestellt? Und wie macht man Farben? Mit ihren Fragen könnte man problemlos monatelang die Sendung mit der Maus füllen.

Übergangskultur: Friedwälder und Konzerte

Übergangskultur ist etwas, das hier in unserer Gesellschaft meiner Ansicht nach definitiv fehlt. Daher finde ich es sehr schön und unterstützenswert, dass das Tübinger Bestattungsinstitut Rilling & Partner ein „Haus des Übergangs“ eingerichtet hat, um genau das zu ändern. Ist mir aufgefallen, weil sie netterweise ihre Veranstaltungsplakate immer im Bahnhof aufhängen, wo ich fast täglich vorbeikomme.

Die Sache mit der Ordnung

Ich hab gerade etwas begriffen, was ich unbedingt für spätere Zeiten festhalten möchte. Nicht in einem Erleuchtungsmoment, mehr als ein ganz lapidares „ach so ist der Zusammenhang“. Es ist nämlich so, dass ich ganz deutlich zu den „kreativen Chaoten“ gehöre, um den freundlichen Begriff zu verwenden. Man könnte schon auch sagen: Ich bin ziemlich schlampig (das finde ich aber eine ausgesprochen wenig hilfreiche Formulierung). Jedenfalls sieht es bei mir doch die meiste Zeit eher so aus, als hätte die sprichwörtliche Bombe eingeschlagen.

Alleinerziehende, tut euch zusammen!

Es gibt eine sehr typische Alleinerziehendenkrankheit, die heißt „ich muss alles alleine schaffen”. Nur niemanden um Hilfe bitten müssen. Ich kenn das von mir selbst sehr gut, und ich hab's mehr als einmal an anderen beobachtet. So auch wieder vorgestern im Kindi.

Freiheitsberaubung

Ich muss was loswerden. Gerade habe ich Pele in die Kita gebracht, war mal wieder knapp dran und musste daher noch zum Morgenkreis bleiben. Ich hasse diesen Morgenkreis. Weil es eine Pflichtveranstaltung für alle ist, weil mir Singen und Klampfen auf Lagerfeuerniveau innere Zuckungen verursacht, und weil oft genug noch zwei Lieder drangehängt werden, obwohl die Aufmerksamkeitsspanne vom allergrößten Teil der Gruppe wirklich zu Ende ist. Ich persönlich empfinde sowas als unötige Quälerei. Die Kinder, sollte ich allerdings dazusagen, kommen damit zu weiten Teilen viel besser klar als ich.

ich bin nicht links

Linke Kreise. Was ist wohl ein linker Kreis? Ich fange damit nicht viel an. Und doch steckt mich da jemand hinein. Obwohl ich ganz genau weiß, dass ich da überhaupt nichts verloren habe.

Das ist schon eine Weile her, aber jetzt kann ich da was auf den Punkt bringen. Nämlich dass ich nicht „links” bin, nur weil ich aus irgendwessen Sicht „linke” Werte für richtig und wichtig halte oder „linke” Ansichten habe. Ich bin dann „links”, wenn ich mich mit meiner eigenen Vorstellung von dem, was „links” ist, identifiziere.

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