Ich habe es schon an vielen verschiedenen Stellen erwähnt: Ich wünsche mir eine Lebensgemeinschaft mit einer Handvoll anderer Leute und vor allem mit anderen Kindern. Dies aus diversen Gründen:
- mir ist alleine einfach langweilig
- den Kids noch viel mehr
- alleine kochen ist doof (das finden übrigens auch andere)
- wenn jemand krank wird, ist gleich Ausnahmezustand und Organisationszwang angesagt
- alle Ideen muss man selber haben
- auch wenn die Kids tief und fest schlafen, kann ich nicht einfach mal für zwei Stunden weggehen
- das ganze Programm an Zwischenmenschlichkeiten (zum Beispiel streiten, schmollen, hauen, zicken, ...) verteilt sich viel stressfreier auf mehrere und vor allem verschiedene Menschen
- wenn ich ein großes Glas Nusspaprika kaufe (billiger), muss ich mich zwei Wochen lang von Nusspaprikabrot ernähren, damit’s nicht kaputtgeht
- und und und!
Kurz, ich finde eine Lebensgemeinschaft lustiger, lehrreicher, praktischer und ökonomischer. Und mehr Zuhause. Nach gut zwei Jahren im Wohnprojekt Hegelstraße 7 kann ich aus Erfahrung sagen: Es ist so viel entspannter hier mit den Kids. Da gehen mal zwei drei Leute an den Baggersee und nehmen die Kids spontan mit. Oder ich geh kurz einkaufen, dann können sie sich raussuchen, ob sie mitgehen oder hierbleiben wollen (meistens bleiben sie hier). Sie helfen auch liebend gerne beim Kochen oder noch besser, beim Kuchenbacken, und sie spielen oft woanders im Haus mit den anderen Kindern. Da sprechen wir Eltern uns kurz und unkompliziert ab, und in der Regel haben wir alle unsere Ruhe, weil die Kinder mit sich selbst beschäftigt sind.
Aus eben diesen Erfahrungen sage ich aber auch: Mehr Kinder wären noch viel besser. Und passendere – für Lara ist es hier schon oft schwierig, weil nur jüngere um sie rum sind. Ideal fände ich ein Verhältnis von 40-60% Kinder zur Elterngeneration, keinesfalls drunter. Sonst fehlt uns im Moment nur noch ein schöner, großer Garten. :-)