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Zimmer in der Hegel

Mehr und mehr geht mein Traum von einer Lebensgemeinschaft in Erfüllung: zum 1. Oktober 2008 ziehen wir (d.h. Lara, Pele und ich) in das neue Wohn- und Lebensprojekt Hegelstraße 7. Das ist eine hochgradig spannende Angelegenheit in jeder Hinsicht, aber was mich natürlich gerade am meisten beschäftigt, ist die Frage, wie ich unsere beiden Zimmer bis dahin einzugsbereit kriege...

Hier möchte ich also ein bisschen meine Pläne und Fortschritte dokumentieren. Fangen wir an mit Fotos vom bisherigen Zustand – danach kann es eigentlich nur besser werden. Es handelt sich nämlich um die Ex-Küche und das Ex-Kinderklo im 1. Stock. Von der früheren Einrichtung hab ich keine Fotos, aber es ist noch gruselig genug:

Ausschnitt Ex-Küche Ausschnitt Ex-Kinderklo Ausschnitt Staubboden Ex-Kinderklo Ausschnitt Wandrest in der Ex-Küche Ausschnitt Loch in der Wand

Stand Mitte Juli:

Die Kacheln wurden schon abgeklopft (in beiden Zimmern) und die Kinderklo-Einrichtung steht im Zimmer nebenan. Ich habe schon ein bisschen Tapeten abgerupft und hauptsächlich ein Loch in die Wand zwischen den beiden Zimmern gehackt, weil ich da eine Tür brauche, außerdem einen Teil vom Boden aufgerissen. Noch zu tun:

Dann kommen meine beiden großen Preisfragen (im wahrsten Sinne des Wortes): Was mache ich mit Wänden und Boden? Mein Wunsch wäre Lehmputz für die Wände und Holzdielen auf den Boden, aber ob das geht, weiß ich noch nicht. Und dann habe ich noch einen recht komplizierten Zimmerplan ausgeheckt, da wir uns platzmäßig im Vergleich zu jetzt etwa zehn Quadratmeter aus den Rippen schneiden müssen. Die Decke ist aber glücklicherweise 3,20 m hoch, so dass ganz klar eine Hochebene her muss. Außerdem hab ich diese schönen Abenteuerbetten im Netz gefunden und diskutiere nun mit den Billi-Bollis, ob sich dieser Entwurf einer Bett-Hochebene-Verquickung so machen lässt. Das wär schon schön...

Stand Mitte August:

Oh, wie die Zeit vergeht. Ich kriege langsam eine Art Torschlusspanik. Immerhin sind jetzt Ferien, so dass wir morgens einfach irgendwann aufstehen und dann in die Hegel gehen, da den Tag verbringen und abends irgendwann wieder nach Hause wackeln. Also Zeit zum Arbeiten. Dafür hab ich jetzt das Problem, dass es in unseren Zimmern nicht mehr viel zu tun gibt, was ich mit Baby auf dem Rücken machen kann (ich hab eh Höhenangst, und mit Baby auf einer Leiter stehen und dann mit beiden Armen Richtung Zimmerdecke strecken, also ne...). In Anbetracht dieses Handicaps bin ich aber ganz gut – konzentriere mich gerade auf die Ex-Küche, die das Schlafzimmer werden wird, wenn das andere Zimmer nicht ganz fertig wird bis Oktober, lässt sich das irgendwie machen. Aber das Schlafzimmer wär schon wichtig. Da hab ich jetzt gut über die Hälfte der Tapeten ab (das meiste vom Rest ist halt noch die Decke), das Fachwerk ist in beiden Zimmern fast ganz draußen. Klingt mager, war aber nicht wenig Arbeit... uff. Außerdem hab ich heute beschlossen, am Samstag zusammen mit Maya, die in die beiden Zimmer genau über uns einzieht, den Kamin rauszuhauen. Ich freu mich schon. Morgen ist Plenum, da diskutieren wir dann die Bodenproblematik (die gerade etwas ausartet – wie, ein Nassestrich muss vier Wochen Minimum trocknen?!?!) und meine Eingangstür. Und vielleicht denke ich daran, ein paar neue Fotos zu machen.

Stand Ende August:

Oh, this place rocks... also, Kamin quasi draußen – genauer gesagt, im Zimmer verteilt (siehe Foto). In den Zimmern über unserem sieht's grad genauso aus, argh. Und weil ich's eben so fürchterlich eilig habe, habe ich ein paar Sachen selbst in die Hand genommen und werde daher heute auf der Baustelle mit einem Handwerker über unsere Bodenoptionen diskutieren. Yay... Oh, und Lara hat heute, wo ich so hübsch am Ziegelsteine stapeln war, ein Winterhaus mit Garten für uns gebaut. Das wär doch auch was.

Tapeten fast weg Tapeten weg Steine im Zimmer Ziegelsteinstapel Laras Winterhaus mit Garten

Irgendwann im Januar/Februar

war das Schlafzimmer dann soweit, dass der Kleiderschrank aufgebaut werden konnte und wir in diesem Zimmer schliefen. Allerdings auf dem Sofa, denn das Bett wurde erst im März (oder so?) geliefert. Bis dahin hatte ich dann so viel in dem Zimmer gearbeitet, dass ich es jetzt gar nicht mehr zusammenkriege... Den Dielenboden hat mir netterweise jemand verlegt, der davon deutlich mehr Plan hatte als ich, aber schleifen und ölen war dann mein Job. Und ich ließ mir den Floh ins Ohr setzen, an einer Wand das Fachwerk freizulegen und nur die Kästchen neu zu vergipsen. Das sieht jetzt schon echt schick aus, und es hat zu einem Durchgang zwischen den beiden Hochebenen geführt, aber es waren neunzehn Kästchen zu vergipsen und eine MENGE Schleifarbeit mit der kleinen Flex, bis die Balken nach was aussahen... uff. Seitdem auch das Bett da ist, ist es schon ganz kuschelig im Schlafzimmer.

Ende März

hab ich dann einen Rappel bekommen, weil mir das zweite Zimmer schon sehr fehlt. Da soll schließlich mal mein Schreibtisch hin... und ein großes Bücherregal... und noch diverse andere wichtige Sachen. Außerdem hatte ich mich da schon wieder einigermaßen von der Lungenentzündung erholt, und Pele ging tagsüber in die hauseigene Kita, so dass sich das Arbeiten seitdem tatsächlich ganz gut einbauen lässt. Also hab ich so der Reihe nach und ganz gemütlich fertiggegipst, mir den Spaß gegönnt und einen hübschen Spiralschnörkel ums große Fenster gebastelt (Fotos kommen, jajaja), die ganzen krummen Übergänge zwischen Wänden und Decke einfach krumm gelassen, vergipst und Muscheln drauf gepackt (alles Absicht! echt!), alle klaffenden Fugen gnadenlos zuacryliert und auf eine Menge Unschönheiten einfach geschissen.

Im April und Mai

hab ich dann angefangen, das zweite Zimmer zu streichen, hab's aber dann gelassen, um zwei Hochebenen in den Zimmern zu bauen. Das war zwar ein ziemlicher Akt, allerdings hatte ich planerische Unterstützung von jemandem, der weiß wie's geht, außerdem fast zwei Wochen ohne Lara, weil die auf Mallorca war, und unerwartete exekutive Unterstützung von schwärzester Seite. Weswegen die Dinger auch jetzt, Anfang Juni, auch wirklich fertig sind (naja morgen nochmal lackieren). Das heißt es fehlt jetzt wirklich nur noch: streichen, Boden ölen, Leiter bauen, Fußleisten anbringen. Mal schauen wie weit wir Ende Juni sind. Das wär ja mal ein feines Geburtstagsgeschenk an mich selber!

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