Wir alle?

Übergangskultur: Friedwälder und Konzerte

Übergangskultur ist etwas, das hier in unserer Gesellschaft meiner Ansicht nach definitiv fehlt. Daher finde ich es sehr schön und unterstützenswert, dass das Tübinger Bestattungsinstitut Rilling & Partner ein „Haus des Übergangs“ eingerichtet hat, um genau das zu ändern. Ist mir aufgefallen, weil sie netterweise ihre Veranstaltungsplakate immer im Bahnhof aufhängen, wo ich fast täglich vorbeikomme.

Alleinerziehende, tut euch zusammen!

Es gibt eine sehr typische Alleinerziehendenkrankheit, die heißt „ich muss alles alleine schaffen”. Nur niemanden um Hilfe bitten müssen. Ich kenn das von mir selbst sehr gut, und ich hab's mehr als einmal an anderen beobachtet. So auch wieder vorgestern im Kindi.

Freiheitsberaubung

Ich muss was loswerden. Gerade habe ich Pele in die Kita gebracht, war mal wieder knapp dran und musste daher noch zum Morgenkreis bleiben. Ich hasse diesen Morgenkreis. Weil es eine Pflichtveranstaltung für alle ist, weil mir Singen und Klampfen auf Lagerfeuerniveau innere Zuckungen verursacht, und weil oft genug noch zwei Lieder drangehängt werden, obwohl die Aufmerksamkeitsspanne vom allergrößten Teil der Gruppe wirklich zu Ende ist. Ich persönlich empfinde sowas als unötige Quälerei. Die Kinder, sollte ich allerdings dazusagen, kommen damit zu weiten Teilen viel besser klar als ich.

ich bin nicht links

Linke Kreise. Was ist wohl ein linker Kreis? Ich fange damit nicht viel an. Und doch steckt mich da jemand hinein. Obwohl ich ganz genau weiß, dass ich da überhaupt nichts verloren habe.

Das ist schon eine Weile her, aber jetzt kann ich da was auf den Punkt bringen. Nämlich dass ich nicht „links” bin, nur weil ich aus irgendwessen Sicht „linke” Werte für richtig und wichtig halte oder „linke” Ansichten habe. Ich bin dann „links”, wenn ich mich mit meiner eigenen Vorstellung von dem, was „links” ist, identifiziere.

funktionierender Konsens und hilfreiche Moderation

abgelegt unter: 

Ich komme gerade aus einem Plenum. Einem Hausplenum mit ziemlich vielen Leuten. Bei uns im Haus gilt das Konsensprinzip. Wer schonmal ein durchschnittliches größeres Gremium bei der Konsensfindung erlebt hat, kann vermuten, dass ich jetzt gerade koche. Ich spar mir aber den rant und mach mir stattdessen lieber schriftlich Gedanken über wichtige Dinge.

gewaltfreie Kommunikation

Vielleicht wird der Eintrag hier etwas kryptisch, weil nicht alles, was an Gedankenmasse vorhanden wäre, hier reinfließen soll. Jedenfalls häufen sich gerade um mich herum die Gelegenheiten, bei denen die Möglichkeiten der gewaltfreien Kommunikation meiner Ansicht nach unheimlich hilfreich wären. Ich geh da übrigens nicht so ganz genau nach Rosenberg, mir geht’s mehr ums Prinzip. Ums nicht Schuld zuweisen, nicht Vorwürfe machen, nicht „beabern”.

Frauensexshops

Ja sowas. Da hab ich vor einer ganzen Weile schon mal die Idee gehabt, einen Sexladen der anderen Art aufzumachen. Gestern habe ich zufällig einem eher ungewöhnlichen Kandidaten davon erzählt – da sagt der mir, dass es in Esslingen einen Frauensexshop gibt! Ja fantastisch, wieso hab ich nicht gleich nach sowas gegoogelt?

Ein positiver Sexladen

... das wär doch mal was! Ich meine: im durchschnittlichen Beate-Uhse- oder sonstigen „Erotikshop” fehlt mir persönlich einfach das Gefühl, dass Sex etwas a) Natürliches, b) Erfüllendes, und c) ausgesprochen Spaßiges ist. (Jaja, im Idealfall, ich weiß.) Statt dessen erscheint Sex in „Erotikshops” primär schwarz, gummiert, überdimensional-monströs, püppig, einsam und verrucht – oder als Gegenstand schlechter Witze. Ich kann in diesen Shops eigentlich nur die ganze Zeit lachen, sonst zieht mich das total runter.

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