Wir alle?

Quellen und Hintergründe

Der Umgang mit Geld

Ich habe den Knauserer (d.h. den kostenlosen monatlichen Newsletter) jetzt schon eine Weile abonniert und freue mich jedesmal, wenn er in meinem Thunderbird auftaucht. Es tut einfach gut zu wissen, dass sich auch noch viele andere Leute Gedanken über unsere Gesellschaft und speziell unser Konsumverhalten machen. Irgendwo hier (im Knauserer oder im Forum Einfach leben) habe ich auch mal den Hinweis auf Hans A. Pestalozzi gefunden, dessen Bücher ich hoch schätze.

Deutsche Sprache – faire Sprache?

Im Gegensatz zum Englischen, das (d.h. dessen SprecherInnen!) sich sehr um gender neutrality bemüht, macht es uns das Deutsche hier schon allein mit den Artikeln sehr schwer. Von daher kann ich die Leute, speziell die Männer, schon verstehen, denen das zu blöd ist mit den "Innens und so". (Hat natürlich was mit dem persönlichen Faulheitslevel zu tun, und faul ist ja jeder mal. Jede wohl auch.) Aber ist es nur aufgrund der Unzulänglichkeiten der Sprache etwa nicht wichtig? Ich jedenfalls denke seit der Lektüre dieses Artikels ganz anders über Sprache und ihren Gebrauch.

Gleichberechtigung für Kinder

Kinder sind auch Menschen? Erzähl mal! Kinder müssen, Kinder dürfen nicht, Kinder sollen und sollen nicht, und dann mit 18 sind sie auf einen Schlag in der Lage, ihr Leben komplett selbst in die Hand zu nehmen. Na klar. Wenn ein Sechsjähriges nicht mal selbst entscheiden darf, ob es jetzt zu warm für 'nen Pulli ist oder nicht, und ein Vierzehnjähriges, ob es sich mit Chemie beschäftigen will oder nicht... dann setzen die KinderRÄchTsZÄnker an. (Und ja, hier kämen zum Beispiel die Stichworte Summerhill und antiautoritäre Erziehung ins Spiel.)

Hausen, wohnen oder leben

Bin über zwei zauberhafte Links zum Thema Erdhäuser gestolpert – muss mich noch näher damit beschäftigen, aber auf den ersten Blick sieht das sowohl vorbildlich ökologisch als auch urgemütlich aus! Allgemeine Info, Bilder und Angebote gibt's bei immogest.de, ein persönliches Beispiel mit unglaublich reizvollen Bildern, eine sehr spannenden Entstehungsgeschichte und interessanten Links (sowie, ganz nebenbei bemerkt, einer sehr gut gemachten Homepage) findet sich unter simondale.net.

Intersexualität

Zuwenigen ist das bewusst: Es gibt nicht nur Männer und Frauen, es gibt auch noch alles Mögliche dazwischen. So ist es, und im Prinzip müsste das ja auch kein Problem sein, wird aber dann doch meist zu einem gemacht – und zwar nicht üblicherweise von den Hermaphroditen selbst, sondern von deren Umgebung, wie Raphael der Hermaphrodit berichten kann. Ersie hat übrigens ein schönes Fotoalbum. Sonst gäb's noch viele Links, die hier zu setzen wären, aber guckt doch mal bei mehr-geschlechter.de.

Leben in Gemeinschaft

Klingt wie eine Sekte, ist aber keine: Amication steht einfach für eine andere, bewusstere, freundlichere Art, miteinander umzugehen. "Leben und leben lassen", ganz konsequent zuende gedacht, auf der Grundlage der Erkenntnis, dass der Mensch von der Natur nicht als Einzelgänger geschaffen wurde. Dazu gibt es auch den schönen Artikel "Leben in Gemeinschaft" von Barbara Strauch.

Matriarchate als Gesellschaftsform

Ein Matriarchat ist dasselbe wie ein Patriarchat, nur dass die Frauen die Macht haben, also bringt es überhaupt nichts. Oder? Kann es vielleicht auch anders sein? Geht es auch ohne Herrschaft? Gibt es das vielleicht sogar irgendwo auf dieser Welt? Unvoreingenommene Neugierde hilft hier weiter. Sehr schön, nur leider auf englisch ist auch Max Dashus Seite über Suppressed Histories.

Polyamory

Ich habe schon früher nie verstanden, warum es unter bestimmten Umständen irgendwie moralisch verwerflich ist, einen Menschen sehr gerne zu mögen. Wie ich's dreh und wende: ich verstehe es nicht. Aufrichtige Zuneigung ist für mich, in meiner Welt, immer etwas Schönes und Positives. Unter anderem dank dieses Wikipedia-Artikels verstehe ich aber die Zusammenhänge und Hintergründe viel besser, und es freut mich, dass sich andere Leute auch Gedanken über das Thema machen. Wer wirklich neugierig und des Englischen mächtig ist, kann auch mal beim Polyamory Tribe vorbeischauen. Auch interessant, aber noch im Aufbau begriffen ist die Polyamory-Seite von Nemetien.

Sterben und Tod

Okay... wer jetzt sagt "ich sterb irgendwann, da komme ich nicht drumrum, aber ich will nicht dran denken und mir da nichts überlegen, ich will mich mit dem Thema nicht beschäftigen", für die ist der Link nichts. Eher was für die, die die mangelnde Trauerkultur hierzulande (nicht gleichzusetzen mit dem durchaus florierenden Begräbniskult!) schade finden und sich für ihr eigenes Begräbnis etwas anderes wünschen als Maskenbildner, Prunksarg, Trauermonolog und Leichenschmaus. Zum Beispiel eine ökologisch sinnvolle Feuerbestattung und einen Baum.

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